Schilddrüse, Ultraschall, Schilddrüsenszintigraphie

Wann ist der Schilddrüsen-Check-up sinnvoll?

Beschwerden ernst nehmen – Früherkennung nutzen

Viele Menschen kennen die Symptome einer Fehlfunktion der Schilddrüse nicht oder nehmen diese nicht ernst genug. Abgesehen davon, dass die Lebensqualität der Betroffenen durch eine Schilddrüsenerkrankung oft beeinträchtigt wird, besteht bei einer unerkannten Schilddrüsenerkrankung immer die Gefahr, dass sich Komplikationen entwickeln. Rechtzeitig festgestellt, sind Fehlfunktionen der Schilddrüse jedoch in der Regel einfach und gut zu behandeln.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Schilddrüse von einer Funktionsstörung wie Über- oder Unterfunktion betroffen oder vergrößert sein könnte (Kropf), dann sollten Sie einen Schilddrüsen-Check-up durchführen lassen.

Die folgenden Abschnitte geben Ihnen erste Informationen über typische Beschwerden im Rahmen einer Fehlfunktion oder Schilddrüsenvergrößerung.

Schilddrüsenfehlfunktion

Schilddrüsenhormone steuern eine Vielzahl von Prozessen im Organismus, zum Beispiel den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Aber auch Nervensystem, Augen, Herz, Darm und Geschlechtsorgane werden von Schilddrüsenhormonen beeinflusst.

Schilddrüsenunterfunktion

Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen, also einer Unterfunktion (Hypothyreose), laufen die Stoffwechselvorgänge im Körper langsamer als normal ab. Es gelangen zu wenige Hormone ins Blut und der Energieumsatz verringert sich um bis zu 20 Prozent. Dem Organismus fehlt dann die Stoffwechselenergie, um optimal funktionieren zu können. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Bei Betroffenen kommt es zum Beispiel zu Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockener Haut, Müdigkeit und Antriebsarmut.

Schilddrüsenüberfunktion

Umgekehrt ist die Situation bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) der Schilddrüse. Hier kommt es zu einem Überangebot an Schilddrüsenhormonen, wodurch der Energieumsatz gesteigert wird. Dass der Organismus bei der Überfunktion auf Hochtouren arbeitet, bedeutet jedoch keineswegs, dass die Betroffenen besonders fit oder leistungsfähig wären - ganz im Gegenteil. Die Betroffenen sind rastlos und fühlen sich bei jeder Kleinigkeit gestresst, leiden unter Schlafstörungen und schwitzen stark. Außerdem ist der Ruhepuls erhöht und es kann sich Herzjagen einstellen. Typisch ist auch, dass infolge des vermehrten Energieverbrauchs viel und ausgiebig gegessen wird, ohne dass es zu einer Gewichtszunahme kommt.

Schilddrüsenvergrößerung – Kropf

Noch häufiger als eine Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion kommt hierzulande eine Vergrößerung der Schilddrüse vor – die so genannte „Jodmangelstruma“, besser bekannt als „Kropf“.

Jeder dritte Deutsche hat einen Kropf – trotzdem begibt sich kaum jemand in ärztliche Behandlung. Diese Schilddrüsenvergrößerung ist fast immer Folge des Jodmangels in der Nahrung.

Der Kropf entsteht, weil die Schilddrüse versucht, trotz des zu geringen Jodangebots die notwendigen Hormonmengen zu produzieren. Sie erweitert deshalb ihre Kapazität, indem sie Gewebe vermehrt. Dabei kann es zusätzlich zu einer Knotenbildung und zu einer Fehlfunktion des Gewebes kommen. Ab einer gewissen Größe birgt ein Kropf auch die Gefahr, dass er Nachbarorgane verdrängt oder diese in ihrer Funktion beeinträchtigt. Dies kann z. B. ein Druckgefühl im Hals, Luftnot oder Schluckstörungen hervorrufen.

Hier wird die Untersuchung angeboten

Der Schilddrüsen-Check-up wird an folgenden Standorten des radiologicum münchen angeboten: