

Lange Zeit stand in der Behandlung der Verschleißerkrankung von Gelenken (Arthrosen) die Behandlung der Symptome im Vordergrund. In den letzten Jahren konnten jedoch mit großem Erfolg auch die Ursachen des Knorpelschwunds bei Arthrosen erforscht werden. Heute weiß man, dass die Abnutzungsprozesse im Gelenkknorpel verschiedene Entzündungs- und Abwehrprozesse in Gang setzen, die bei der Entstehung und dem Verlauf der Arthrose eine wichtige Rolle spielen.
Hier nehmen bestimmte Botenstoffe des Immunsystems, die so genannten Zytokine, eine Schlüsselrolle ein: Vor allem der Botenstoff Interleukin-1 ist an den Abbau- und Entzündungsvorgängen des Knorpels entscheidend beteiligt. Glücklicherweise hat das schädigende Interleukin-1 auch einen natürlichen Gegenspieler, der den Knorpel vor den Angriffen des schädlichen Interleukin-1 schützt und Entzündungsprozesse hemmt: das so genannte Anti-Interleukin, in der Fachsprache auch Interleukin-1-Rezeptorantagonist genannt.
Bei der Arthrose ist das Verhältnis zwischen dem knorpelzerstörenden Interleukin-1 und dem knorpelschützenden Anti-Interleukin zugunsten des schädlichen Botenstoffes verschoben. Genau da setzt die Orthokin-Behandlung an: Durch die gezielte Gabe des nützlichen Anti-Interleukins wird das Ungleichgewicht wieder ausgeglichen. So können der fortschreitende Knorpelschwund aufgehalten und die Beschwerden nachhaltig gelindert werden.
Auch in der Behandlung von Rückenschmerzen, die durch eingeklemmte bzw. gereizte oder entzündete Nerven verursacht werden, zeigt das „gute“ Anti-Interleukin hervorragende Erfolge. Um unsere Patienten dauerhaft von diesen Schmerzen zu befreien, muss die Therapie ihre schmerzstillende Wirkung genau an der Stelle entfalten, wo der Schmerz entsteht.
Mit Hilfe der periradikulären Therapie können wir das Orthokin unter CT-Kontrolle mit einer Injektionsnadel direkt an den Ort des Schmerzgeschehens bringen. Durch eine zielgenaue Platzierung des Orthokins ist es möglich, die Schmerzspirale zu durchbrechen, die entsteht, wenn Schmerzursache und Schmerzreaktion sich gegenseitig verstärken.
Die Orthokin-Behandlung wird an folgenden Standorten des radiologicum münchen angeboten: