Bild, Nuklearmedizinische Untersuchung

Wie hoch ist dabei die Strahlenbelastung?

Radioaktivität ist etwas Natürliches und steckt z. B. überall im Boden. Zudem erreicht uns Strahlung aus dem Kosmos. Es gibt in Deutschland Regionen mit hoher natürlicher Radioaktivität (z. B. Fichtelgebirge) und solche mit niedriger. Generell hängt die Gefahr, die von Radioaktivität für den Menschen ausgeht, sowohl von der Art der Strahlung als auch von der Strahlenmenge ab. 

Bei einer Szintigraphie wird in der Regel eine geringe Menge des schwach radioaktiven Technetium 99m (Tc-99m) gespritzt. Tc-99m hat eine sehr kurze physikalische Halbwertszeit - nämlich ca. 6 Stunden - das ist die Zeit, in der die Strahlung auf die Hälfte zerfällt. Außerdem werden die radioaktiven Substanzen auch noch schnell über die Nieren "ins Freie" ausgeschieden. Diese sogenannte biologische Halbwertszeit ist oftmals noch kürzer, z. B. ca. 4 Stunden. In der Summe aus physikalischem Zerfall und biologischer Ausscheidung ergibt sich die sogenannte effektive Halbwertszeit, d. h. die Zeit in der die Strahlung im Körper um die Hälfte abnimmt. Sie beträgt typischerweise ca. 2-3 Stunden. Das heißt für Sie, dass die Strahlung, die Sie von uns verabreicht bekommen, bereits nach wenigen Stunden wieder abgeklungen ist.

Die Strahlenbelastung für den Körper ist so relativ gering. Durch die Optimierung der Kameratechnik sowie Verbesserungen bei den verwendeten radioaktiven Substanzen liegt die Strahlenbelastung der häufigsten nuklearmedizinischen Untersuchungen (zum Beispiel der Schilddrüsenszintigraphie) unterhalb der jährlichen natürlichen Strahlenbelastung.

Zur Beurteilung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße liegt die Belastung unter der einer Herzkatheteruntersuchung und ist vergleichbar mit der Strahlenexposition während einer Computertomographie.

Hier wird die Untersuchung angeboten

Die nuklearmedizinische Diagnostik wird an folgenden Standorten des radiologicum münchen angeboten: