Die virtuelle Koloskopie eignet sich praktisch für jeden, der eine Untersuchung im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung oder zur Abklärung von unklaren Darmbeschwerden durchführen lassen möchte. Da die virtuelle Koloskopie im Vergleich zur herkömmlichen Darmspiegelung ein besonders patientenschonendes Verfahren ist, spielt sie eine immer größere Rolle auch in der Dickdarmkrebsvorsorge.
Nach einem intensiven Vorgespräch zu unklaren Beschwerden, Schmerzen, familiärer Vorbelastung oder Vorerkrankungen entscheiden unsere Ärzte in jedem individuellen Fall, ob die Untersuchung indiziert ist.
Man sollte sich untersuchen lassen
Auch wenn für das Abtragen von kleineren Darmpolypen nach wie vor die "klassische" endoskopische Darmspiegelung notwendig ist, ist die virtuelle Koloskopie eine wichtige Ergänzung in der Darmkrebsprävention.
Darüber hinaus eignet sich die virtuelle Koloskopie auch zur Kontrolluntersuchung erblicher oder entzündlicher Darmerkrankungen, zur Untersuchung von Darmgeschwüren oder zur Planung vor bzw. zur Kontrolluntersuchung nach einem Darmeingriff.
Ja. Mitunter muss der Anfangsverdacht, es könnte sich um eine Darmerkrankung handeln, revidiert werden. Beispielsweise ergab die virtuelle Koloskopie bei einem unserer Patienten, dass seine vermeintlichen Darmbeschwerden in Wahrheit durch einen ausgeprägten Bandscheibenvorfall hervorgerufen wurden.
Aber auch bei der Diagnose von Darmkrebs ist die Abbildung größerer Körpereinheiten in einer hohen Detailauflösung von Vorteil, denn auf diese Weise kann sofort festgestellt werden, ob und in welchem Ausmaß sich ein Tumor ausgebreitet hat. Gerade dieser Befund ist oft entscheidend für die Heilungschancen.