
Die koronare Herzkrankheit, die zu Verengungen, Entzündungen und Verkalkungen in den Wänden der Herzkranzgefäße führt, ist die häufigste Ursache eines Herzinfarkts. Sie äußert sich nur in 40 Prozent der Fälle durch Angina pectoris, das heißt einem anfallsartigem Engegefühl oder Schmerzen hinter dem Brustbein im Rahmen körperlicher und seelischer Belastungen. Bei weiteren 50 Prozent kommt es ohne Vorwarnung durch derartige Beschwerden zum Herzinfarkt. 10 Prozent der Patienten mit koronarer Herzkrankheit versterben an einem plötzlichen Herztod.
Mittlerweile ist bekannt, dass die koronare Herzerkrankung durch verschiedene Risikofaktoren gefördert wird. Wichtige Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung sind dabei zum Beispiel neben Alter und Geschlecht
Lange vor dem Auftreten von Symptomen kann man mit der Hilfe moderner bildgebender Untersuchungsverfahren wie der Cardio-CT (Herz-Computertomographie) heute bereits kleinste Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen sichtbar machen, die schon in frühen Phasen der koronaren Herzkrankheit zu finden sind.
Insbesondere Menschen mit einem oder mehreren Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit, die aber keine Beschwerden haben, können durch diese von den vorher genannten Risikofaktoren unabhängige Methode klarer einschätzen, wie hoch ihr Krankheitsrisiko und ein dadurch verursachter Herzinfarkt ist. Die Bestimmung des Koronarkalks mit der Cardio-CT birgt keine akuten Gefahren und stellt für den Patienten keine weitere Belastung dar, bis auf eine geringe Strahlenbelastung, vergleichbar einer Mammographieuntersuchung.
Nach einem intensiven Vorgespräch zu unklaren Beschwerden, Schmerzen, familiärer Vorbelastung oder Vorerkrankungen entscheiden unsere Ärzte in jedem individuellen Fall, ob die Cardio-CT indiziert ist.
Die Cardio-CT wird nicht nur zur Vorsorge eingesetzt. Auch bei Patienten, bei denen die verengten Herzkranzgefäße mit einem Ballon aufgedehnt wurden oder bei Patienten nach einer Bypass-Operation kann zur Kontrolle des Behandlungserfolgs eine Cardio-CT durchgeführt werden.
Der Check-up des Herz-Kreislauf-Systems wird an folgenden radiologicum Standorten angeboten: